| GF07.51-P-4103-02D | Steuergerät HFM Funktion | Motor 104 | |
| Allgemeines
Bei Fahrzeugen in Grundausführung ist die Leerlaufregelung im Steuergerät HFM (N3/4) integriert. Bei Fahrzeugen mit: Tempomat/Leerlaufregelung
Elektronischem Fahrpedal/Tempomat/ Leerlaufregelung
Automatischem 5-Gang-Getriebe
Diagnosemodul (nur Kalifornien)
ist das Steuergerät HFM (N3/4) über den CAN-Datenbus mit den Steuergeräten der möglichen Sonderausstattungsvarianten verbunden. Das Steuergerät HFM (N3/4) wird je nach Fahrzeugtyp vom Relais Überspannungsschutz (K1/2), Grundmodul (N16/1), Relaismodul (K40) oder dem Sicherungs- und Relaismodul (K40/4) mit Spannung versorgt. Es erfaßt die Eingangssignale und steuert entsprechend den Betriebsbedingungen die Ausgänge an. Diagnose/Fehlerspeicherung Sämtliche Eingänge/Ausgänge werden bei Betrieb auf Plausibilität geprüft. Erkannte Fehler werden im Fehlerspeicher gespeichert. Das Steuergerät HFM (N3/4) unterscheidet bei der Fehlerausgabe: |
Fehler, die aktuell vorhanden sind.
Fehler, die über einen bestimmten Zeitraum vorhanden waren.
Kurzzeitige Unterbrechungen (Wackelkontakt), die während einer Fahrt mehr als 5 mal aufgetreten sind.
Eine Fahrt ist für das Steuergerät HFM (N3/4) erfolgt, wenn: Geschwindigkeit >4 km/h
Motordrehzahl >700/min
Zündung "AUS" >30 Sekunden
Die Fehler bleiben bei Zündung "AUS" bzw. nach Abschließen der Fahrzeugbatterie gespeichert. Fehler werden automatisch im Fehlerspeicher gelöscht, wenn innerhalb 19 aufeinanderfolgender Fahrten der Fehler nicht mehr auftritt. Tritt z. B. nach 6 fehlerfreien Fahrten ein Fehler erneut auf, dann sind erneut 19 aufeinanderfolgende Fahrten für die automatische Fehlerlöschung erforderlich. Die gespeicherten Fehler können an der Prüfkupplung für Diagnose (X11/4) Buchse 8 ausgelesen und gelöscht werden mit: Hand-Held-Tester (HHT)
Impulszähler
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| Steuerung Zündsystem
Das Steuergerät HFM (N3/4) überwacht bei laufendem Motor ständig den Primärspannungs- und Primärstromverlauf der Zündspulen (T1/1, T1/2, T1/3) und kann anhand dieser Überwachung erkennen, ob Fehler über eine Anzahl von ca. 50 Zündungen vorliegen von: Zündspule (Überwachung Primärstrom)
Sekundärzündkreis (Überwachung Primärspannung)
Bei einer Fehlerkennung werden das bzw. die entsprechende(n) Kraftstoff-Einspritzventil(e) (Y62) nicht mehr angesteuert, um den Katalysator vor thermischer Überlastung zu schützen. Tritt über eine Anzahl von ca. 255 Zündungen der Fehler nicht mehr auf, so erfolgt wieder eine Ansteuerung des/der Einspritzventile(s) (Y62), wenn: Motordrehzahl >2500/min war
Fahrzeug im Schiebebetrieb (Schubabschaltung)
Bildung von Ersatzwerten bei Signalausfall für "Notlaufbetrieb" Das Steuergerät HFM (N3/4) bildet bei Ausfall von Eingangssignalen anhand anderer Signale einen Ersatzwert, um die Funktion des Systems aufrecht zu erhalten. |
Beispiel:
Bei Ausfall des Signals Heißfilm-Luftmassenmesser HFM (B2/5) wird in Abhängigkeit von Drehzahl und Drosselklappenstellung ein Lastsignal gebildet und für die Bestimmung der Einspritzzeit herangezogen. Selbständige Erkennung des mechanischen Endanschlages der geschlossenen Drosselklappe Um eine störungsfreie Funktion der Leerlaufregelung zu gewährleisten ist es erforderlich, daß das Steuergerät HFM (N3/4) den mechanischen Endanschlag der geschlossenen Drosselklappe erkennt. Die Erkennung erfolgt bei Zündung "EIN" (90 Sekunden, Wählhebel in P/N). Indem die Drosselklappe durch den im Stellglied Leerlaufregelung (M16/6) integrierten Stellmotor auf den Endanschlag gezogen wird, erfaßt das Steuergerät HFM (N3/4), über die Stromerhöhung des Stellmotors, in Verbindung mit dem Istwert-Potentiometer (Drosselklappenwinkel), den mechanischen Endanschlag und speichert diesen Wert. |
| Selbstanpassung der Gemischbildung (nur KAT)
Erkennt das Steuergerät HFM (N3/4) im Lambda-Regelbetrieb über das Signal der O2-Sonde (G3/2) eine Abweichung von Lambda=1, so wird durch Veränderung der Einspritzzeit das Gemisch so lange korrigiert, bis Lambda=1 wieder erreicht ist. Es ist jedoch nur ein begrenzter Korrekturbereich möglich. Die Korrektur wird vom Steuergerät HFM (N3/4) gespeichert. Im Steuerbetrieb (Lambdaregelung nicht aktiv), wird das Gemisch entsprechend den gespeicherten Korrekturwerten angepaßt. Somit ist gewährleistet, daß die Gemischzusammensetzung im Steuerbetrieb nicht zu "fett" bzw. zu "mager" ist. Die Selbstanpasung wird durchgeführt im: Leerlauf
Unteren Teillastbereich
Oberen Teillastbereich
Die abgespeicherten Werte der Selbstanpassung können an der Prüfkupplung für Diagnose (X11/4) Buchse 8 mit dem Hand-Held-Tester (HHT) ausgelesen und zurückgesetzt werden. Ein Zurücksetzen ist erforderlich nach Reparaturarbeiten an abgasrelevanten Bauteilen bzw. Tausch vom Steuergerät HFM (N3/4). |
Die Anzeige der gespeicherten Werte der Selbstanpassung am Hand-Held-Tester (HHT) ist bei:
Leerlauf in kg/h und bedeutet, daß dieser Wert für die Bestimmung der Einspritzzeit zu der vom Motor angesaugten Luftmasse addiert bzw. subtrahiert wird.
z. B.: tatsächlicher Luftmassendurchsatz: 12 kg/h Anzeige: +0,8 kg/h zur Bestimmung der Einspritzzeit verwendeter rechnerischer Luftmassendurchsatz: 12,8 kg/h Unterer/oberer Teillastbereich als Faktor und bedeutet, daß dieser Faktor für die Bestimmung der Einspritzzeit mit der vom Motor angesaugten Luftmasse multipliziert wird.
z. B.: tatsächlicher Luftmassendurchsatz: 12 kg/h Anzeige: 1,11 zur Bestimmung der Einspritzzeit verwendeter rechnerischer Luftmassendurchsatz: 13,32 kg/h |
| Selbständige Erkennung der Fahrzeugausführung
Das Steuergerät HFM (N3/4) erkennt bei erstmaliger Inbetriebnahme anhand der Belegung der Eingänge, welche Fahrzeugausführung vorliegt, speichert sie ab und aktiviert die der Fahrzeugausführung entsprechenden Kennfelder. Mögliche Fahrzeugausführungen: Mechanisches/Automatisches Getriebe
Automatisches 4-/5-Gang-Getriebe
KAT/ohne KAT
Bund-/Kalifornienausführung
Thermoelement KAT ( )
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Die "Erkennung Fahrzeugausführung" kann an der Prüfkupplung für Diagnose (X11/4) mit dem Hand-Held-Tester (HHT) neu aktiviert werden; Dabei werden gleichzeitig Fehlerspeicher gelöscht,
Gespeicherte Werte von Selbstanpassung der Gemischbildung (nur KAT) zurückgesetzt,
Erkennung des mechanischen Anschlages der geschlossenen Drosselklappe durchgeführt.
Bei einem probeweisen Steuergerätetausch muß die "Erkennung Fahrzeugausführung" aktiviert werden. |